Urogynäkologie

Information, Anweisung und Betreuung

Es gibt vielfältige Ursachen für Harninkontinenz und Senkungsbeschwerden. Tatsache ist, dass viele Frauen in der Schweiz davon täglich betroffen sind. Wir nehmen uns an der Thurklinik solcher Fälle mit ausführlicher Diagnosestellung, Anamnese und einer gynäkologischen Kontrolle an.

Die meisten Beschwerden stehen im Zusammenhang mit der Funktion der Blase, der Scheiden- und Gebärmuttersenkung. Dabei unterscheidet man drei mögliche Formen und Ursachen für die Harninkontinenz.

  • Die Belastungs- oder Stressinkontinenz tritt gehäuft nach mehreren Geburten, bei übergewichtigen Frauen oder bei älteren Menschen auf. Oft liegt der Ursache ein geschwächtes Bindegewebe oder eine gering ausgeprägte Beckenbodenmuskulatur zu Grunde. Typisch ist der ungewollte Urinabgang in Belastungssituationen (Lachen, Husten, Treppensteigen etc.).
  • Die Dranginkontintenz, auch Urgeinkontinenz genannt, äussert sich durch ein plötzliches, krampfartiges Zusammenziehen der Blasenmuskulatur mit nachfolgendem, unvermeidbarem Urinabgang.
  • Die Reflexinkontinenz als Mischform tritt bei Störungen oder Verletzungen des zentralen Nervensystems auf.

Dabei beziehen wir die vorliegenden Informationen aus der Krankengeschichte der Patientin mit ein und unternehmen weiterführende Untersuchungen wie Ultraschalluntersuchung, Harnuntersuchung oder Urodynamik (Messung des Harnröhren- oder Blasendrucks). Die bekannte vaginale Schlingenoperation (TVT/TOT; tension free vaginal tape) oder die Scheidenwandplastik sind häufige in der Thurklinik durchgeführte Eingriffe. Sie werden einzeln oder in Kombination durchgeführt. Wir legen grossen Wert auf einfühlsamen Beistand, Aufklärung, Anweisung und weiterführende Betreuung nach der Behandlung.